Roadtrip durch Island 2016

Island, eine Insel aus Feuer und Eis. Eine Insel voller Gegens√§tze. Eine Insel, auf der man nur an einem Tag auf dem gr√∂√üten europ√§ischen Gletscher wandern kann und sp√§ter in einen alten vor tausenden Jahren¬†erloschenden Vulkan hinabsteigt. Deshalb flogen wir Anfang¬†M√§rz 2016 f√ľr eine Woche auf die wundersch√∂ne Insel. Mit einem bei Hertz gemieteten SUV¬†haben wir ein wenig die Gegend erkundet und viel erlebt.¬†


5. März 2016
Mit¬†einem Direktflieger von Paris nach Kevlafik landeten wir in nur 3,5 Stunden auf Island. Nachdem wir unseren¬†Mietwagen abgeholt hatten, mussten wir noch etwa 1,5 Stunden zu unserem ersten Hotel fahren (Frost and Fire,¬†Hverhamar, Hveragerdi, IS-810 Island). Dieses Hotel lag direkt an einigen hei√üen geothermalen Quellen. Viele Lebensmittel wie z.B. Brot und Eier werden direkt √ľber den¬†hei√üen Quellen¬†zubereitet.¬†Nach dem Abendessen haben wir¬†noch die Hot Tubes ausprobiert. Das Wetter war na√ükalt und somit tat so ein hei√ües Bad unter freiem Himmel sichtlich gut.

6. März 2016
Heute¬†mussten wir sehr fr√ľh aufstehen, da wir im S√ľden von Island eine Tour in eine¬†nat√ľrliche Gletscherh√∂hle¬†gebucht haben (Treffen 12:40 Hali Country Hotel). Die Stra√üenverdsc_9245h√§ltnisse waren teilweise durch den Schnee und die Schneeverwehungen eher schlecht. Doch wir haben die 4st√ľndige Tour gut gemeistert und kamen sehr p√ľnktlich am vereinbaren Treffpunkt an.

Nachdem¬†auch die letzten Honks (eine Gruppe junger Amerikaner) den¬†Treffpunkt gefunden hatten, ging es endlich in einem speziellen Fahrzeug zur nat√ľrlichen Gletscherh√∂hle. Die Fahrt war sehr lustig, denn w√§hrend¬†der doch teilweise sehr holprigen¬†Reise hat ein junges amerikanisches M√§del auf ihrem Handy ein Video gezeigt, wie sich ein mitfahrender junger Bursche aus der Clique komplett nackt ausgezogen hat. Ich sollte vielleicht auch noch erw√§hnen, dass dieser Kerl wohl etwas zu tief in sein Glas geschaut hat. Naja, da ich “leider” genau hinter diesem M√§del sa√ü, konnte auch ich, wenn auch unfreiwillig, das Video in vollen Z√ľgen “genie√üen”. Ich konnte nicht anders und meinte dann auf englisch, dass es wohl im Zimmer sehr kalt gewesen sein muss. Die M√§dels kriegten sich vor Lachen nicht wieder ein und dem Nackedei war es sichtlich peinlich. Aber f√ľr die Stimmung war es gut.

Die¬†Gletscherh√∂hle¬†war echt super. Das blaue dicke Eis mit seinen durch die nat√ľrliche Erosion geformten¬†Spalten, Formen¬†und Farben war schon sehr beeindruckend. Zwar mussten wir auf allen vieren kriechen, um in die n√§chste H√∂hle zu kommen, aber es hat sich absolut gelohnt!!! Wahnsinn!¬†Diese nat√ľrliche Gletscherh√∂hle befindet sich im S√ľdwesten in der N√§he von J√∂kuls√°rl√≥n in¬†dem Gletscher¬†Vatnaj√∂kull. Dieser¬†ist der gr√∂√üte¬†Gletscher¬†Islands¬†und zudem au√üerhalb des¬†Polargebiets¬†auch der gr√∂√üte Europas. Die H√∂hle liegt im Skaftafell-Nationalpark.

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Auf dem R√ľckweg haben wir noch einen Fotostopp an einer sogenannten¬†Gletscherflusslagune¬†gemacht. Der¬†See¬†J√∂kuls√°rl√≥n¬†(deutsch¬†‚ÄěGletscherflusslagune‚Äú)ist dsc_9428der bekannteste und gr√∂√üte einer Reihe von¬†Gletscherseen¬†in¬†Island. Er liegt am S√ľdrand des¬†Vatnaj√∂kull¬†auf dem¬†Brei√įamerkursandur¬†zwischen dem¬†Skaftafell-Nationalpark
und¬†H√∂fn. Mit 248 Metern ist er der¬†tiefste See Islands.¬†Bei meerw√§rts gerichteter Str√∂mung werden Eisberge aus dem See ins Meer gesp√ľlt und teilweise am angrenzenden¬†schwarzen Basaltstrand¬†(Black Sand Beach) abgelagert. Nachdem wir alles entsprechend dokumentiert hatten, machten wir uns auf den Weg ins Hotel. Doch vorher sind wir noch zu einem Gletscher gewandert, dsc_9531an dem man sehr dicht herangekommen kann. Diesen gewaltigen sich bewegenden Eismassen, die sich Meterhoch √ľber einen auft√ľrmen, so nahe zu kommen, ist einfach nur toll und wundersch√∂n! Aber auch hier kann man erkennen, wie stark die Gletscher in den letzten Jahren aufgrund der Erderw√§rmung zur√ľckgegangen sind.¬†Das Abendessen im zweiten Hotel (Icelandair Hotel Via,¬†Klettsvegi 1-5, Vik I Myrdal, 870 Island)¬†mussten wir etwas schneller einnehmen als gew√∂hnlich, da f√ľr heute Abend/Nacht sehr gute Bedingungen f√ľr¬†Nordlichter¬†vorhergesagt¬†waren. An diesem Abend wurde eine starke dsc_9627Sonnenaktivit√§t vorhergesagt und diese stimmte zum Gl√ľck auch. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr mich dieses nat√ľrliche Schauspiel in seinen Bann zieht. Es ist immer anders, es immer wieder aufregend und erf√ľllt einen mit Demut. Das gr√ľne Band tanzt mal schnell, mal langsam. Manchmal dauern diese T√§nze stunden und mancmal ist alles nach nur wenigen Minuten vorbei. Sowas sch√∂nes kann nur die Natur selbst zaubern.

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7. März 2016
Am¬†heutigen Tag haben wir eine etwas gr√∂√üere¬†Tour gemacht.¬†Wir konnten die¬†K√ľste¬†und die Felsformationen bestaunen sowie unterschiedliche¬†Wasserf√§lle. Das Wetter war aber leider absolut bescheiden. Es hat hat geschneit, dann geregnet, dann wieder geschneit und so ging das die ganze Zeit hin und her. Das Wetter √§nderte sich min√ľtlich. Hinzu kam noch der Sturm, der √ľber die Insel¬†fegte. Aber trotzdem hat es sehr viel Spa√ü gemacht, die Insel mit all seinen Facetten zu erkunden. Die Nacht verbrachten wir im¬†Hotel Ranga (Su√įurlandsvegur, 851 Hella, Island).

8. März 2016
Heute¬†befuhren wir den ber√ľhmten¬†Golden Circle. Den Anfang machte¬†Reykjavik, die Hauptstadt von Island. dsc_9994Reykjav√≠k¬†ist mit ihrer¬†geografischen Lage¬†(Breitengrad¬†64¬į 08′ N, 269 Kilometer s√ľdlich des n√∂rdlichen¬†Polarkreises) die am n√∂rdlichsten gelegene Hauptstadt der Welt.¬†Der Name¬†Reykjav√≠k¬†ist das¬†isl√§ndische¬†Wort f√ľr ‚ÄěRauchbucht‚Äú; er r√ľhrt vermutlich von den D√§mpfen der hei√üen Quellen in der Umgebung her und wird einem Missverst√§ndnis des ersten Siedlers¬†Ing√≥lfur Arnarson¬†zugeschrieben. Die Stadt ist die √§lteste permanente Siedlung des Landes. Obwohl die ersten Siedler bereits 870 das Land bev√∂lkerten, wuchs das Gebiet nur sehr langsam und wurde erst 1786 offiziell zur Stadt erhoben.¬†Reykjav√≠k ist mit 121.230 Einwohnern (Stand: 1.¬†Januar 2014) die gr√∂√üte Stadt Islands; hier wohnen etwa 37,3¬†% der Gesamtbev√∂lkerung des Landes. In der¬†Metropolregion Reykjav√≠k¬†leben √ľber 200.000 Menschen.¬†Besonders erw√§hnenswert ist die¬†dsc_0004Hallgr√≠mskirkja¬†und das Denkmal f√ľr¬†Leif Ericsson.¬†Die¬†Hallgr√≠mskirkja¬†ist¬†eines der h√∂chsten Geb√§ude des Landes. Durch¬†ihrer Stellung auf einem H√ľgel √ľberragt sie die gesamte Innenstadt.¬†Die¬†Hallgr√≠mskirkja ist mit ihrem auffallenden Turm¬†das¬†Wahrzeichen der Stadt. Auf den 74,5¬†m hohen Turm f√ľhrt ein Lift und neben dem¬†√Ėskjuhl√≠√į¬†bietet sich von hier aus die beste Aussicht √ľber die Stadt und oft bis hin zum¬†Sn√¶fellsj√∂kull. Die Kirche¬†wurde nach dem Dichter und evangelischen Pfarrer¬†Hallgr√≠mur P√©tursson¬†benannt. Entworfen wurde das Geb√§ude von dem isl√§ndischen Architekten¬†Gu√įj√≥n Sam√ļelsson. Es dauerte √ľber 40 Jahre (ab 1943), bis die Kirche 1986 eingeweiht wurde.¬†Auffallend ist die √Ąhnlichkeit zu¬†Basalts√§ulen, die von der Grundgestaltung der Kirchenfassade in den grauen¬†Betonstiften¬†umgesetzt werden.¬†Das sehr helle Innere der Kirche weist reichlich¬†gotische Stilelemente auf. Durch die Kirchenfenster aus durchsichtigem Glas hinter dem¬†Hauptaltar¬†kann man Himmel und¬†Wolken sehen.

Ein weiters Highlight von Reykjavik ist das Gebilde¬†Sonnenfahrt¬†(isl.¬†S√≥lfar,¬†engl.¬†The Sun Voyager) eine¬†Skulptur¬†die vom K√ľnstler¬†J√≥n Gunnar √Ārnason¬†(1931‚Äď1989) im Jahre 1986¬†dsc_0039geschaffen wurde.¬†Die Skulptur befindet sich an der n√∂rdlichen K√ľstenstra√üe S√¶braut. Sie zeigt zum Sonnenuntergang im Norden, wodurch sich der Name erkl√§rt. Aus¬†Edelstahl¬†bestehend, stellt sie ein¬†Wikingerschiff¬†dar und geh√∂rt zu den meist fotografierten Kunstwerken in Reykjav√≠k.

Nach dieser kleinen Sightseeing-Tour fuhren wir nach¬†√ěingvellir.¬†√ěingvellir¬†ist ein Ort und ein Nationalpark im¬†S√ľdwesten von¬†Island, etwa 40 km √∂stlich der isl√§ndischen Hauptstadt¬†Reykjav√≠k¬†am Nordufer des Sees¬†√ěingvallavatn. Isl√§ndisch bedeutet¬†√ěing¬†(Thing) ‚ÄěVolksversammlung‚Äú und¬†vellir¬†‚ÄěEbene‚Äú. Die √úbersetzung des ganzen Begriffs bedeutet¬†also ‚ÄěEbene der Volksversammlung‚Äú.¬†Hier wurde bereits um 930¬†vor allem durch¬†norwegische¬†Wikinger¬†einmal j√§hrlich w√§hrend zwei Wochen im Juni die traditionelle gesetzgebende Versammlung Al√ĺing¬†abgehalten. Es handelt sich um eines der √§ltesten¬†Parlamente¬†der Welt.¬†Es bestand bis ins Jahr 1798, als die D√§nen das Al√ĺing¬†aufl√∂sten.¬†Im Jahr 1000 wurde in √ěingvellir die Annahme des Christentums beschlossen.¬†An diesem historischen Ort wurde auch am 17. Juni 1944 die Republik Island ausgerufen und 1994 deren F√ľnfzigjahrfeier begangen.¬†Noch heute sind am Rande des Parlamentsplatzes und an mehreren Orten der Schlucht verwitterte und √ľberwachsene Steinmauern der damals mit Zeltplanen √ľberdachten Lagerst√§tten zu sehen. Geografisch liegt¬†√ěingvellir inmitten dsc_0092einer¬†Grabenbruchzone¬†(Riftzone) und ist umgeben von vier aktiven¬†Vulkansystemen, darunter der¬†Hengill¬†am S√ľdufer des Sees¬†√ěingvallavatn. An diesem Ort wird auch das¬†Auseinanderdriften der amerikanischen und eurasischen¬†tektonischen Platten¬†durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar, vor allem an der¬†Almannagj√°¬†(Allm√§nner-Schlucht) oder auch der¬†Silfra-Spalte. In den letzten 10.000 Jahren ist das Land beidseits der Schlucht Almannagj√° um 70 Meter auseinandergedriftet und der Talboden hat sich um ca. 40 Meter gesenkt.¬†Der Ort geh√∂rt mit dem Wasserfall¬†Gullfoss¬†und den Geysiren des¬†Haukadalur¬†zu den bekanntesten Sehensw√ľrdigkeiten Islands, dem sogenannten¬†Golden Circle.¬†Zum 1000-j√§hrigen Jubil√§um des Althing wurde √ěingvellir im Jahr 1930 zum¬†Nationalpark¬†erkl√§rt und im Jahre¬†2004 wurde der Nationalpark durch die¬†UNESCO¬†in die Liste des¬†Weltkulturerbes¬†aufgenommen. An diesem Ort kann man zwischen zwei Kontinenten stehen und beide auch an der engsten Stelle ber√ľhren, wenn die Arme lang genug sind. Schon beeindruckend, welche Kr√§fte sich unterhalb der Erdoberfl√§che entfalten und zwei Kontinente auseinander rei√üen.

Die R√ľckfahrt in unser Hotel war traumhaft sch√∂n! Es ist schwierig zu beschreiben, welche Sch√∂nheiten die Insel an einem perfekten sonnigen Tag zu bieten hat. Diese Landschaft, die wie von einer wei√üen Kuchenglasur √ľberzogen schien. Dann diese scheinbar unendlichen weiten und Ebenen mit seinen wei√üen bedeckten Gebirgsz√ľgen im Hintergrund. Wir h√§tten stundenang fotografieren und filmen k√∂nnen. Den Abend haben wir bei super sch√∂nem Sonnenuntergang in einem Hot Tube verbracht. Sch√∂√∂√∂√∂√∂n! Anschlie√üend sind wir zum Gullfoss gefahren, um entsprechende¬†Polarlichter-Fotos √ľber den Gullfoss¬†zu schie√üen. Das war ein wunderbarer Anblick. Und den w√ľtenden Chinesen mit seinen 3 Kameras werden wir auch nicht so schnell vergessen! ūüėČ

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9. März 2016
Wir¬†folgten dem Golden Circle und erreichten zuerst das¬†Geothermalgebiet (Hochtemperaturgebiet)¬†Haukadalur.¬†Das Hochtemperatursystem weist eine Vielzahl von hei√üen Quellen auf, u.a. die¬†Geysire, den¬†Gro√üen Geysir¬†und¬†Strokkur. Allerdings bricht dsc_0554nur der¬†Strokkur¬†regelm√§√üig mindestens alle 10¬†Minuten aus, der Gro√üe Geysir nur sehr unregelm√§√üig. Der Gro√üe Geysir ist namensgebend f√ľr diese Art von¬†geothermalen¬†Quellen, die in anderen Teilen der Welt erst im 19. Jahrhundert¬†allgemein bekannt wurden.¬†Sein Name ist von dem isl√§ndischen Wort¬†gj√≥sa¬†(deutsch¬†hervorsprudeln) abgeleitet. Er ist der √§lteste bekannte nochdsc_0464 gelegentlich aktive Geysir. Seit einem Erdbeben im Jahr 2000 ist er nun wieder aktiv, er bricht allerdings nur unregelm√§√üig aus. Zwischen dem 17. und 20. Juni 2000 erreichte der Geysir f√ľr zwei¬†Tage eine H√∂he von 122 Metern und gilt als der h√∂chste Geysir. Die H√∂he seiner Ausbr√ľche betr√§gt nun nur bis zu 10 Meter, allerdings hat sich die Dauer eines Ausbruches dadurch verl√§ngert. Der¬†Strokkur¬†(deutsch¬†Butterfass) bricht¬†regelm√§√üig im Abstand von ca. 10 Minuten aus und manchmal bis zu dreimal kurz hintereinander.¬†Die kochende Wassers√§ule des Strokkur erreicht eine H√∂he von 25 bis 35 Meter.¬†Daneben gibt es noch eine Vielzahl kleinerer¬†hei√üer Quellen, z.B. die kieselgurhaltige und daher sehr blaue¬†Blesi.

Anschlie√üend fuhren wir zum Wasserfall¬†Gullfoss¬†(isl.¬†gull¬†= ‚ÄěGold‚Äú,Voss¬†=‚ÄěWasserfall‚Äú).¬†Der Wasserfall besteht aus zwei Stufen, von denen die erste 11¬†m und die zweite 21¬†m H√∂he dsc_0620besitzt. Diese beiden¬†Kaskaden¬†stehen etwa rechtwinklig zueinander.¬†Von der zweiten Stufe st√ľrzt das Wasser in eine Schlucht, die vom Wasserfall bis zur Verbreiterung zum Tal 2,5¬†km lang ist und eine Tiefe von 70¬†Metern erreicht. Die Wasser der Hv√≠t√° und nicht zuletzt die bisweilen auftretenden¬†Gletscherl√§ufe¬†haben diese Schlucht seit der Eiszeit vor 10.000 Jahren um durchschnittlich 25¬†cm im Jahr ausefr√§st.¬†Zwei Gletscherl√§ufe im 20.¬†Jahrhundert sind bekannt, 1930 und 1948. Bei diesen wurde die Schlucht v√∂llig mit Wasser gef√ľllt, so dass die niedrigere Wasserfallstufe zeitweilig darunter verschwand.¬†Die n√§chsten 3 N√§chte verbrachten wir¬†Hotel Glamour (Hvalfjardarsveit, Saurbaer, 301 Island).

10. März 2016
An diesem Tag stand die Tour¬†“Into The Glacier”¬†auf unserem Touristen-Programm. Schon der Weg zum Eingang ist ein Abenteuer: Mit einem umgebauten und fast 20 Tonnen schweren ehemaligen Milit√§rfahrzeug, dem “Ice Explorer”, ging es¬†√ľber das Eis bis auf etwa 1.450 Metern H√∂he. Von hier aus hat man¬†einen √ľberw√§ltigenden Ausblick √ľber den Langj√∂kull, der sich rundherum √ľber 953 Quadratkilometer erstreckt und der bis zu 580 Meter dick ist. Eigentlich sollte die Tour zum ersten Aussichtspunkt nur etwa¬†45 Minuten dauern. Aber in der Winterzeit wird diese Tour nur einmal pro Tag unternommen und aufgrund des schneereichen Wetters mussten sich die Trucks erstmal ganz langsam einen Weg zur k√ľnstlichen Gletscherh√∂hle ebnen. Die Gletscherh√∂hle war riesig. Ein bl√§ulich schimmerndes Licht, spiegelglatte Tunnelw√§nde und nat√ľrliche Gletscherspalten mit gro√üen Eiszapfen in allen Formen und Farben. In den etwa¬†500 Meter langen, k√ľnstlich geschaffenen Tunneln und H√∂hlen kann man¬†in fast¬†30 Metern Tiefe bei circa¬†null Grad die knisternde¬†und knackende Atmosph√§re unter dem Eis sp√ľren.¬†Es war sehr faszinierend, einen Gletscher mit all seinen Spalten, H√∂hlen und Rissen von innen zu erleben. Es gab zahlreiche R√§ume und G√§nge in der H√∂hle,¬†unter anderem einer Kapelle in der zum Beispiel auch Hochzeiten stattfinden k√∂nnen.

Auf der R√ľcktour gab es einen von einem im Truck fest installierten normalen Heizk√∂rper dsc_0919erhitzten¬†Kakao. Sehr lecker! Die R√ľcktour war etwas schneller, da die Fahrer nun einem Weg folgen konnten. Trotzdem mussten hier und da die Reifen angepasst werden. Das hei√üt, dass die Fahrer w√§hrend der Tour Luft in und auch wieder aus dem Reifen lassen konnten, um die Fl√§che zu vergr√∂√üern oder zu verringern. Auf dem R√ľckweg haben wir noch einen Halt an einem¬†Wasserfall¬†gemacht. Was f√ľr ein geiler Tag!

11. März 2016
Einen freien Tag kennen wir nicht. Also auf, zum n√§chsten Highlight. Wir sind in einer kleinen Gruppe und einem sehr witzigen Reisef√ľhrer tief¬†IN einen Vulkan gestiegen. Das dsc_1135war nicht¬†nur sehr dunkel, sondern auch sehr interessant. Man konnte hier die unterschiedlichen Stadien der Verschmelzung der Lava mit dem Gestein erkennen.¬†Des Weiteren konnte man diverse H√∂hlen “h√∂ren”, da sich der Untergrund stellenweise doch sehr hohl angeh√∂rt hat. Aber es ist zum Gl√ľck keiner in diese H√∂hlen eingebrochen. Das durften wir in der H√∂hle ausgiebig testen.

dsc_1292Nach dieser tollen und spannenden Erfahrung waren wir auch noch¬†AUF einem Vulkan¬†und konnten die wundersch√∂ne¬†Aussicht genie√üen. Au√üerdem haben¬†wir die¬†Westk√ľste¬†Islands erkundet. Die Tour geh√∂rt zu den sch√∂nsten, die wie je gemacht haben. Man f√§hrt direkt an der K√ľste durch alte Lavafl√ľsse und man bekommt die raue See zu sp√ľren.¬†Auch an diesem Abend haben wir wieder Nordlichter gejagt und auch entdeckt. Leider war dieses wundersch√∂ne Naturschauspiel nur kurz zu bewundern, da das Wetter aufgrund der zunehmenden Bew√∂lkung nicht mitgespielt hat.

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12. März 2016
Da wir morgen wieder nach Hause fliegen m√ľssen, unternahmen wir heute eine Tour Richtung Keflavik. Wir konnten hei√üe und vor sich hin dampfende¬†Thermalquellen¬†sehen, wir fuhren durch in alte Lavafl√ľsse gebaute Stra√üen, standen zwischen¬†zwei Kontinenten,¬†besuchten die ber√ľhmte¬†Blaue Lagune,¬†bestaunten die schroffe¬†K√ľste,¬†nahmen im bekannten¬†Caf√©¬†Bryggjan¬†ein klassisches Simone und Thomas Gedeck zu uns und a√üen in Keflavik wunderbar zu Abend. Was f√ľr ein toller Urlaub. Morgen gehts in aller fr√ľhe wieder nach Hause (Bergas Guesthouse,¬†Grofin 8, Keflavik, 230 Island).

Video

ENDE


2 thoughts on “Roadtrip durch Island 2016

  1. Sch√∂ne Nordlicht-Bilder! Ich habe sie bisher leider nie erwischt. Oder verschlafen… Vielleicht habe ich beim 5. Urlaub in Island Gl√ľck. ūüė≥ūüėČ

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