Die 5 besten Shopping-Adressen im Norden von Paris

Paris gilt neben der Stadt der Liebe auch als die Stadt der Mode. Hier ist für jeden Stil und zu jedem Preis was Stylishes zu finden. Und deshalb gibt es – hier und jetzt – meine fünf Lieblingsadressen zum Shoppen in Saint-Ouen, Clichy und Montmartre.

Vergiss die Champs-Élysées! Im Norden von Paris gibt es eh schon alles, was das Shopping-Herz höher schlagen lässt. Vintage-Boutiquen und Shops mit günstigen It-Pieces von Modedesignern? Gibt’s zu Hauf. Im Outlet findet man dann noch hübsche Wohnaccessoires und Deko. Aber vor allem lohnt sich eine Tour auf dem weltgrößten Antik- und Flohmarkt, wo es Stylishes aus allen Ländern der Welt gibt.

Während eines Wochenendtrips in die Modehauptstadt Europas lassen sich meine 5 Insidertipps aus Paris mit der Metro einfach und entspannt besuchen. Auf geht’s!

1. Marché aux Puces de Saint-Ouen

Marché aux Puces
Marché aux Puces de Saint-Ouen

Wie wäre es mit einem Besuch des weltgrößten Flohmarkts? Der “Marché aux Puces de Saint-Ouen” ist ein Muss für jeden Fan von wildem Treiben auf Flohmärkten, seltenen Antiquitäten und Streetfood. Er liegt an der nördlichen Stadtgrenze von Paris in Saint-Ouen.

Das bunte Ensemble aus trashigen Ständen, kleinen Buden und Läden aller Art nimmt einen großen Teil des Viertels ein und erinnert vor allem in den überdachten Bereichen ein bisschen an einen Marrokanischen Zuk.

Der Markt findet ganzjährig an jedem Wochenende statt und umfasst mehr als 1.700 Händler, die sich über 15 Märkte und unzählige Stände in den umliegenden Straßen erstrecken.

Dazu gehören unter anderem die Märkte:

  • Marché Antica (kleiner Markt mit vielen antiken Sammlerstücken)
  • Marché Biron (Möbelstücke, Schmuck, Kunststücke aus dem 17. Jahrhundert)
  • Marché Cambo (Einrichtung aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Musikinstrumente, Deko, etc.)
  • Marché Dauphine (einer der größten Märke mit hochwertigen Möbeln und Einrichtungsstücken aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie Kunstwerken aus dem 19. und 20. Jahrhundert)
  • Marché Jules Vallès (sehr traditioneller Markt mit Einzelstücken wie zum Beispiel alten Waffen, Bronzefiguren, Büchern, CDs, etc.)
  • Marché Malik (unterschiedlichste Second-Hand-Kleidung, darunter auch Sportbekleidung)
  • Marché Vernaison (Ursprung und Erfolg des Marché aux Puces geht auf diesen 9000m² großen Markt zurück, auf dem es von Kleidung über Schmuck bis hin zu wertvollen Sammlerstücken alles zu kaufen gibt)

(Markt-Check via Urlaubsguru.de)

Vintage-Shopping
Vintage-Shopping in Saint-Ouen

Außerdem kommt man auf den “Puces de Saint-Ouen” schnell mit Einheimischen und den anderen Merktbesuchern ins Gespräch und kann schnell mal ein richtiges Schnäppchen machen. Waren aus verschiedensten Epochen und Ländern werden auf diesem Markt zum Teil zu echten Schnäppchenpreisen angeboten. Der verrückte Flair führt dazu, dass sich hier jährlich bis zu 11 Millionen Besucher tummeln. Die Geschichte dieses XXL-Marktes geht scheinbar bis ins Jahr 1885 zurück, als der älteste Teil des Marktes, der Marché Vernaison, seine Türen erstmals für Besucher öffnete. Damit hieß hier vermutlich der allererste Flohmarkt von Frankreich seine Besucher willkommen – und tut dies auch bis heute noch.

Um dorthin zu gelangen, gibt es mehrere Möglichkeiten: Man nimmt am besten die Métro Linie 13 bis zur Haltestelle Garibaldi und läuft dann immer geradeaus über die “Rue de Rosiers” bis direkt ins Marktzentrum. Man findet den Markt aber auch über den Eingang unter der Brücke am “Port de Clignancourt”. Hier liegt der verruchte Teil des Marktes und man sollte sich einfach immer weiter treiben lassen, dann finden sich die schmucken Stände von ganz allein.

2. NGR Outlet Clichy

Das hier ist ein echter Geheimtipp: In diesem Geschäft gibt es auf 1000m2 jede Menge Designerstücke zum kleinen Preis. Wer gerne in Wohnaccessoires, Luxusmarken und aktuellen Modetrends stöbert, der ist hier genau richtig. Die teuren Marken aus den Pariser Luxusgeschäften der Innenstadt werden in diesem großflächigen Laden mit Industriecharme zu unschlagbar günstigen Preisen angeboten. Dabei ist das Outlet zwar stets gut besucht, aber nie überfüllt. Deko-Shopping ohne Ikea-Stress? Ja, bitte!

 


In der Klamottenabteilung gibt’s große Umkleidekabinen zum Anprobieren und eine Schuhecke gibt es auch. Die netten Mitarbeiter helfen am besten auf Französisch, aber auch gern auf Englisch weiter – selbstverständlich mit einem starken, aber sehr liebenswerten Akzent.
Es gibt neben der Abteilung mit Herren-, Damen- und Kindermode auch jede Menge Dekoration, Küchenutensilien und Haushaltsgeräte.
Von niedlichen Teesets über orientalische Kissen und moderne Designerlampen bis hin zu Sitzmöbeln und Bettbezügen findet sich hier jeder aktuelle Wohntrend.

Außerdem organisiert NGR private Verkauf-Sessions auf Anfrage, in denen die Kunden einen Termin mit persönlicher Beratung buchen können und den Laden quasi für sich alleine haben. Wer sich also in der Mode- und Designwelt von Paris auskennt, sollte hier seine Chance wittern noch ein paar letzte Design-Einzelstücke erstöbern zu können.
Am schnellsten ist das kleine Einkaufsparadies über den Bahnhof Clichy-Levallois erreicht, aber nach einer handvoll Minuten Fußweg ist man auch von der Metrostation “Mairie de Clichy” schon in der kleinen Straße “Rue Petit” angekommen.

3. Secondhand-Mode im Guerrisol

Du stehst auf gut erhaltene Secondhand-Mode zum kleinen Preis? Dann bist du in Paris vor allem in den Guerrisol-Läden richtig!

Guerrisol ist quasi der “Leader Price” der Klamotten oder wie man in den USA sagen würde, ein ziemlich stylisher Thrift Shop. Die Idee hinter der Ladenkette ist ungefähr folgende: Es wird verschiedenste Kleidung in ganz Europa gesammelt und in den Läden weiterverkauft. Das heißt es gibt alle möglichen Kleidungstrends, Schuhe und gebrauchte Pelzmäntel, die in den letzten Jahren so im Trend lagen und jetzt wieder in Mode kommen. Im Gegensatz zum Markt in Saint-Ouen, wo es auch jede Menge Secondhand gibt, wird im Guerrisol nicht vorsortiert und man kann alles kaufen, was in der Masse von den Läden angekauft wurde.

Dabei muss man sich natürlich nicht mal um überhöhte Preise kümmern, wie bei den üblichen Vintage-Adressen in Paris – im Gegenteil. Wer hier seine Schnäppchen macht, fällt sogar in Paris stylish auf ohne viel Geld auszugeben. Die coolsten Guerrisol-Boutiquen mit einer top Auswahl an Kleidung und den nettesten Mitarbeitern gibt es natürlich im Norden der Stadt, also in der Nähe der Metrostationen “Place de Clichy” und “Barbes Rochechouart”.

4. Boutique “Rachel-Vintage”

Schluss jetzt mit den großen Adressen, die Massenhaft Ware anbieten! Im Zentrum von Clichy gibt es eine kleine Shopping-Perle, die unbedingt entdeckt werden will: Rachel-Vintage. Der winzige, von Außen in knalligem Pink angestrichene Laden ist ein ganz wunderbares Bekleidungsgeschäft für Accessoires, Kleider, Hosen, Stiefel und Schuhe. Was hier angeboten wird, zielt auf einen typischen Pariser Stil ab: sexy und elegant. Klar also, dass sich hier überwiegend Frauenmode findet. Eine kleine Außwahl für Kinder gibt es aber auch. 

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Vintage-Shopping

Also stolpert die findige Kundin hier nicht nur über neueste Vintage-Trends, sondern vor allem über die traditionelle, französische Mode sowie viele zeitlose Klassiker. “Salut! Darf’s eine schicke Clutch sein oder lieber das kleine Schwarze?”, wird Rachel – die feurige, kleine Besitzerin der Boutique – dich fragen, sobald du ihren kleinen, bis zur Decke vollgestopften Laden betrittst. Hier spürt man die Leidenschaft für Mode.
Die Preise sind noch okay, vor allem, weil alle Vintage-Teile noch super erhalten und oft von teuren Marken sind.

Steigt man aus der Metro am “Mairie de Clichy” aus, erreicht man die Boutique zu Fuß innerhalb von zwei flinken Minuten.

5. Boutiquen in Montmartre

In und um Montmartre gibt es unzählige kleine Bekleidungsgeschäfte. Die schönste Vintage-Mode findet man allerdings in den günstigen Secondhand-Läden in der Ecke “Pigalle”. Bei einem Spaziergang von der “Moulin Rouge” zur weltbekannten weißen Kirche “Sacré Cœur” kann man meine kleine Shop-Auswahl gleich ganz entspannt mitbesuchen:

Trock en Stock – 6 rue Clauzel, Metro: Blanche
Wer in Montmartre unterwegs ist, kommt an dieser Shopping-Adresse nicht vorbei. Hier gibt es jede Menge Vintage-Pieces für Männer und Frauen zu akzeptablen Preisen. Aber vor allem stehen hier auch viele ausgefallene Schuhe und sogar Schmuck in den Regalen. Die Stimmung im Shop erinnert ein bisschen an den große Ausverkauf, auf den man das ganze Jahr gewartet hat. Also Achtung, dieser Shop kann süchtig machen!

Tempolino – 5 rue Gérando, Metro: Anvers
Dieser aufgeräumte und stets gut gefüllte Laden ist vor allem in der Nachbarschaft beliebt. In den szenigen und jungen Viertel “Pigalle” wohnen nämlich viele Studenten, junge Familien und Kunstschaffende. Und wenn diese ziemlich gut gestylte Riege der Pariser sich hier rumtreibt, dann kann die Adresse ja nur gut sein. Oder? Die Preise sprechen auf jeden Fall dafür, denn weil der Laden noch nicht so sehr von Touristen überlaufen ist, kriegt man hier noch richtig günstige Artikel.

Noblase – 18 rue Pierre Fontaine, Metro: Pigalle
Hoppla, die Adresse kennt bestimmt noch fast niemand. Das liegt vielleicht daran, dass der kleine aber feine Laden von Außen ein wenig heruntergekommen aussieht, drinnen kann man aber durchaus ein paar süße Kleidungsstücke finden. Allerdings müssen die Kundinnen schon mal ordentlich suchen um etwas wirklich originelles zu finden, aber für junge Mädchen und ihre Muttis ist der Laden unbedingt einen Besuch wert. Was auch mal ganz nett ist: Hier wird man das Gefühl nicht los, in einer ganz normalen, kleinen Boutique gelandet zu sein. Der etwas piefige Charme eines typischen “Secondhand-Ladens” fehlt hier – und das ist auch ganz gut so.

By Flowers – 86 Rue Martyrs, Metro: Abbesses
An dieser kleinen Boutique kann man ebenfalls durchaus mal aus Versehen vorbei schländern. Doch wer erst einmal den Weg in das Lädchen gefunden hat, kommt da so schnell nicht mehr raus. Hier lässt es sich nämlich besonders gut nach ausgefallen Einzelstücken und Accessoires stöbern. Ein Muss für alle, die sich ein bisschen mehr Zeit für den Einkaufsbummel nehmen, anstatt von Shop zu Shop zu hetzen.

 


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