Ausflug: Die Schlösser von Chambord und Blois

Auf dem heutigen Ausflugsprogramm standen die Schlösser an der Loire. Zu denen zählen insgesamt über 400 Schlossanlagen, die entlang der Loire und ihrer Nebenflüsse liegen. Zuerst haben wir das wunderschöne und größte Schloss der in der Loire-Region besichtigt – Schloss Chambord. Anschließend haben wir noch “Blois” erkundet. Aber seht selbst…

Erste Station… Schloss Chambord!

Das ziemlich beeindruckende Schloss liegt etwa 15 Kilometer östlich von dem Örtchen Blois, in einem ausgedehnten früheren Jagdgebiet. Es wurde während der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter König Franz I. als sogenanntes “Prunk- und Jagdschloss” errichtet. Bis heute gilt als es das prächtigste aller Loireschlösser. Und das auch völlig zu Recht…

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Neben dem Schloss von Fontainebleau war das 1519 begonnene Bau des Schlosses Chambord das bei weitem aufwändigste Projekt von König Franz I. Das Schloss war also ein Bau mit ziemlich großer Bedeutung: Es sollte einerseits dem Hof als Jagdschloss dienen, doch viel wichtiger war es, mit diesem Bau die Macht, die Leistungsfähigkeit und die Stärke 20160221_chambord_loire_1Frankreichs zu demonstrieren – ähnlich wie das Schloss Versailles des Sonnenkönigs eineinhalb Jahrhunderte später.

Franz I. wollte nicht nur die Herrschaft über das Heilige Römische Reich, sondern natürlich auch die Krone erlangen. Und das Schloss Chambord sollte dann als steinernes Sinnbild der französischen Vormacht dienen. Doch seine Hoffnungen erfüllten sich nicht, und so blieb Chambord nur ein überdimensioniertes Jagdschloss; es diente weder ihm noch einem anderen französischen Herrscher als dauerhafte Residenz.

Anschließend fuhren wir in die Stadt Blois an der Loire. Das Schloss Blois, ein Château aus der Renaissance, das einst von König Ludwig XII. bewohnt wurde, befindet sich in der Stadtmitte. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist übrigens auch die aus dem 18. Jahrhundert stammende Steinbrücke über die Loire.

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Die Geschichte den Schloss Blois

Das wunderschöne Schloss Blois steht auf einem Bergsporn am noröstlichen Ufer der Loire in der französischen Stadt Blois im Département Loir-et-Cher. Weil es unter den französischen Herrscherhäusern Valois und Orléans von 1498 bis 1589 Residenz der französischen Könige war und Bauwerke aus vier Epochen in einer Anlage vereint, ist es eines der bekanntesten Loireschlösser. Die Könige Ludwig XII. und Franz I. nutzten die Gebäude als ihre Hauptresidenz und ließen zahlreiche Umbauten und Erweiterungen vornehmen. Die letzten baulichen Veränderungen wurden im 17. Jahrhundert nach Plänen des Architekten François Mansart vorgenommen. Danach versank das Schloss aber allmählich in der Bedeutungslosigkeit.

Nachdem die Gebäude während der Französischen Revolution geplündert und beschädigt worden waren, wurden sie ab 1845 umfassend restauriert. Das Schloss Blois war damit das erste Loire-Schloss, das nach der Revolution wiederhergestellt wurde und als Vorbild für die Restaurierung fast aller heute bekannten Schlösser des Loiretals diente, zum Beispiel Schloss Azay-le-Rideau, Schloss Chenonceau und Schloss Amboise. Seitdem wird es als Museum genutzt. Das lebensgroße Reiterstandbild Ludwigs XII. über dem Portal wies ab 1502 den Erbauer des Eingangsflügels aus.


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